Technische Denkmäler -
Genietete Museumsschiffe in Duisburg

Informationen über die letzten Schiffe aus der Zeit, als Stahlschiffe noch genietet wurden!
Laderaumluken, Merklinge und Scherstöcke wurden aus Holz gefertigt!
Kleinere Reparaturen wurden während der Reise von dem Personal erledigt und auch gewisse Leckagen wurden von dem Partikulier abgedichtet.
Für den Schiffsantrieb wurden Dampfmaschinen eingesetzt und die Kesselanlagen für die Dampferzeugung wurden manuell mit Kohle befeuert!
Die Schleppboote hatten die Schleppkähne mit Stahltrossen im Anhang.
Das Steuerrad (Haspel) wurde per Muskelkraft bewegt.
Bei Nacht oder Nebel war die Reise nahezu unmöglich.
Das Be- und Entladen brauchte noch so viel an Zeit, so dass die nicht benötigte Mannschaft, zum Einkauf oder auch zum Vergnügen, an Land gehen konnte.
Frachten wurden noch formlos ausgehandelt und abschließend mit einem Abschlußtrunk besiegelt.
Es gab noch kein Flußradar, kein Echolot, keine Wendeanzeiger,
keine hydraulische Ruderanlage, keine Autopiloten, keine Bugstrahlruder,
kein Rheinfunk, kein Bordtelefon, kein Handy und kein Internet, aber die Binnenschiffahrt funktionierte!
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Infos “Binnenschiffe”
Gut für alle Güter
Binnenschiffe können alles transportieren: Neben den klassischen Massengütern wie Kies oder Kohle befördern sie auch sensible elektronische Geräte, PKWs oder riesige Bauteile. damit alles sicher und umweltschonend ankommt, gibt es für jedes Gut das passende Binnenschiff. Hier ein paar BEISPIELE.
Tankschiffe sind für flüssige, meist gefährliche Güter bestens gerüstet. Spezielle Sicherheitseinrichtungen sorgen dafür, daß Chemikalien und Mineralölprodukte sicher an ihr Ziel gelangen.
Containerschiffe befördern bis zu 500 Container - die Ladung von 250 LKWs. Darin befinden sich zum Beispiel Möbel, Papier, Kleidung oder elektronische Geräte.
Roll-On/Roll-Off-Schiffe befördern im Huckepack-Verfahren bis zu 750 PKWs. Sie eignen sich auch für den Transport von Traktoren, LKWs oder Gabelstaplern.
Schubverbände eignen sich besonders für Massengüter (z.B. Erz, Kohle). Ein Schubboot kann bis zu sechs Leichter schieben. Damit können bis zu rund 16.000 Tonnen Fracht befördert werden.
Quelle: Infotafel am Leinpfad
WasserStraßen
Die mitteleuropäischen Wasserstraßen verbinden grenzübergreifend nahezu alle wichtigen Städte und Handelsplätze in Europa miteinander. Dieses erstklassige Wasserstraßennetz ist weit verzweigt und reicht von der Nord- bzw. Ostsee bis zum Schwarzen Meer. Jenseits aller Staus und Behinderungen fließen Güter auf diesen Transportwegen umweltschonend ihren Zielen entgegen.
Alle mittel- und südost-europäischen Staaten sind untereinander durch Wasserstraßen verknüpft. Allein in Deutschland sind die gut ausgebauten Wasserwege rund 7.300 km lang.
Der Rhein ist die wichtigste europäische Wasserstraße. Mehr als 200.00 Schiffe passieren jährlich die Grenze bei Emmerich zwischen den Niederlanden und Deutschland.
Drei Viertel aller deutschen Großstädten verfügen über einen Hafen. Größter Hafenstandort Europas ist Duisburg.
Quelle: Infotafel am Leinpfad
Dicke Brocken
Binnenschiffe stecken viel weg: Durch ihre enorme Ladekapazität können sie problemlos riesige Güter wie Kessel oder Turbinen transportieren. Und das zum Nutzen aller. Staus und Straßensperrungen werden vermieden, Autobahnen und Brücken geschont und Unfallrisiken minimiert.
Aufgrund ihrer Abmessungen bieten Binnenschiffe genug Raum für großvolumige und schwere Güter: sie stehen in vielen Größen zur Verfügung. Güter mit Stückgewichten bis zu 1.000 Tonnen, wie eine Turbine, sind auf Schiffen bestens aufgehoben.
Damit alles sicher ankommt, plant die Binnenschiffahrt den Transport von Schwergutfrachten eng mit Speditionsunternehmen, die hierauf spezialisiert sind. Die deutschen Binnenhäfen bieten passende Infrastruktur, um den Schwergutumschlag zu ermöglichen.
Jede Menge platz:
Vieles, was sich auf der Straße schwertut, ist für die Binnenschiffahrt ein Leichtgewicht. Kein Wunder, denn die Schiffe sind bis zu 135 m lang und erreichen eine Tragfähigkeit von 4.000 Tonnen.
Quelle: Infotafel am Leinpfad
Binnenschiff ganz sicher
Binnenschiffe sind in Sachen Sicherheit unschlagbar. Kein Wunder, denn auf den gut ausgebauten WASSERSTRAßEN UMSCHIFFEN sie jeden Stau. Binnenschiffe fahren mit großem Sicherheitsabstand zum Menschen. Das Personal an Bord ist excellent ausgebildet, die Schiffe sind technisch mit den modernsten Sicheitseinrichtungen ausgestattet und weisen das geringste Unfallrisiko auf.Tankschiffe sind ideal, wenn gefährliche Güter über weite Strecken transportiert werden sollten. Je nach Bauart und Ausstattung schlucken sie alles, was aus Sicherheitsgründen nicht auf Straße und Schiene gehört - ob Benzin, Diesel, Gase oder Chemikalien. Die Binnenschiffahrt läßt nur ausgebildete und erfahrene Fachkräfte hinters Ruder. Schiffsführer kann nur werden, wer mindestens vier Jahre praktische Fahrzeit nachweisen kann. Zusatzqualifikationn für Gefahrguttransport sind ein Muß.
Die Binnenschiffahrt verfügt über ein lückenloses Regelwerk für Gefahrguttransporte. Für die meisten Gefahrgüter werden Tankschiffe in Doppelhüllenbauweise eingesetzt. Gefahrguttransporte per Binnenschiff werden von Melde- und Informationssysteme überwacht.
Quelle: Infotafel am Leinpfad
Natürliche Wege
Seit Jahrhunderten nutzen Menschen Flüsse und Kanäle als Transportwege. Diese sind zugleich natürlicher Verkehrsweg und Lebensraum für viele Tier- und Pflanzenarten. Bei der Nutzung der Wassersraßen durch die Binnenschiffahrt wird darauf geachtet, daß dies im Einklang mit der Natur geschieht.
In keinem Wirtschafts- und Verkehrsbereich wird so sorgfältig geplant, geprüft und behutsam umgesetzt wie bei flußbaulichen Maßnahmen.
Eingriffe in die Natur werden stets ausgeglichen. Beim Ausbau von Wasserstraßen profitiert oftmals die Natur durch Neuanlagen von Biotopen oder Stillwasserzonen.
Beim Bau von Autostraßen und Schienenstrecken gehen große Teile der Natur verloren, Flächen werden versiegelt. Es findet ein enormer Landschaftsverbrauch statt, wie hier beim Bau der ICE-Strecke Köln-Frankfurt.
Binnenschiffe beeinträchtigen die Qualität des Wassers nicht. Ganz im Gegenteil: Ihre Schiffsschrauben reichern das Flußwasser mit wertvollem Sauerstoff an.
Quelle: Infotafel am Leinpfad
Der Umwelt wegen
Binnenschiffe sind einfach spitze. Transporte auf dem Wasser sind nicht nur effizient, sondern stehen auch im Einklang mit der Natur. Die glänzende Ökobilanz beweist, daß Binnenschiffe eine Transportalternative zu LKW und Eisenbahn sind.
Der Verkehr verursacht Luftverschmutzung, Lärmbelästigung oder Unfälle. Die Folgen werden nicht vom eigentlichen Verursacher, sondern von der Allgemeinheit bezahlt.
Bei diesen versteckten Kosten ist die Binnenschiffahrt unschlagbar günstig: Beim LKW zahlen Sie 5,01 DM pro 100 Tonnenkilometer. Bei der Eisenbahn sind es 1,15 DM. Wesentlich günstiger ist hier das Binnenschiff, das lediglich Kosten von 0,35 DM verursacht.
Eines wird damit klar: Transporte auf dem Wasser machen viel Sinn. Sie entlasten die Umwelt, schonen unser Portemonnaie und sind von enormen volkswirtschaftlichen Nutzen.
Quelle: Infotafel am Leinpfad
Saubere Leistung
In Sachen Umweltfreundlichkeit hat das Binnenschiff eindeutig die Nase vorn. Kein anderer Verkehrsträger transportiert Güter so umweltschonend an ihr Ziel. Der direkte Vergleich mit Eisenbahn und LKW zeigt die saubere Bilanz der Binnenschiffahrt.
Der geringe Reibungswiderstand, der Auftrieb und die Strömung sorgen dafür, daß es bei der Binnenschiffahrt zugkräftig und energiesparend vorwärts geht.
Zugkraft pro PS:
LKW = 150 kg
Bahn = 500 kg
Binnenschiff = 4.000 kg
Apropos Energieeinsparung: Ein Zug braucht 8 mal, ein LKW sogar 29 mal mehr Energie, um die gleiche Transportleistung zu erbringen wie ein Binnenschiff.
Kein anderer Verkehrsträger erzeugt so wenig Kohlendioxid (CO2) wie das Binnenschiff. Da liegt es nahe, zukünftig noch stärker das umweltfreundliche Binnenschiff für Gütertransporte zu nutzen.
CO2-Emission in g/tkm:
LKW = 164
Bahn = 48,1
Binnenschiff = 33,4
Quelle: Infotafel am Leinpfad
Das Schiff bringt's
Stille Wasser sind bekanntlich tief. Dies gilt, im wahrsten Sinne des Wortes, auch für die Binnenschiffahrt. Scheinbar lautlos und unauffällig transportiert sie für uns jede Menge Güter - und das mit enormen Vorteilen für Mensch und Natur. Nicht ohne Grund gilt das Binnenschiff als sicherstes und umweltfreundlichstes Verkehrsmittel.
Binnenschiffe verbrauchen wenig Energie.
Die Abgasemissionen sind äußerst niedrig.
Binnenschiffe stecken viel weg.
Ein einziger Schubverband kann bis zu 650 LKWs bzw. 400 Eisenbahnwaggons ersetzen.
Binnenschiffe produzieren wenig Lärm.
Die Belastung liegt weit unterhalb aller zulässigen Grenzwerte.
Binnenschiffe sind sicher.
Dank hoher Sicherheitsstandards und exzellenter Ausbildung der Schiffsführer gibt es kaum Unfälle.
Binnenschiffe sind unschlagbar.
Kein anderer Verkehrsträger transportiert mit so wenig Energie so viele Güter so weit.
Quelle: Infotafel am Leinpfad
Besuchen Sie den Leinpfad, viele erfreuliche und wissenswerte Dinge warten auf Ihren Besuch.
Der Pegel Ruhrort ist ein gutes Wahrzeichen für den Leinpfad, daran können sich Besucher gut orientieren.


